Wohnen und Arbeiten geht auch anders – Inside Campo I
Campo Vida Sencilla, La Raja, bei La Zarza, Jumilla (Murcia)
Heute machen wir einen kleinen Sprung in der Zeit zurück. In die Zeit der Reisevorbereitungen für den zweiten Campo-Aufenthalt. Genau genommen grübelte ich über meine nächste Fahrt aufs Campo ja bereits, während ich in der Sommerhitze noch zum ersten Mal auf dem Campo war.
Explizit ein Punkt beschäftigte mich immer und immer wieder: eine Nasszelle mit etwas mehr Platz zum Wohlfühlen. In den Sommermonaten hängte ich eine einfache Gartendusche an meine Akku-betriebene Pumpe mitten im Hof und genoss das kühle Wasser unter der brennenden Sonne. Dass dies während meines nächsten Winteraufenthaltes nicht mehr machbar sein wird, war mir da schon klar. Doch wie könnte eine Alternative aussehen? Komplett auf das Mikro-Bad im Wohnwagen reduzieren?
Aber fangen wir vorne an. Ich werde sehr oft darauf angesprochen, dass ich ein bisschen mehr über die von mir eingesetzte Technik und andere Utensilien berichten soll. Ich will versuchen, mir das zu Herzen zu nehmen und habe jetzt in den Tiefen des World Wide Web nach alten Verkaufsprospekten meines Wohnwagens gesucht. Hier also ein Exkurs zu den Details meines mobilen Daches überm Kopf.
Es handelt sich um einen acht Meter langen Fendt aus dem Jahre 1998 mit Tandemachse und Sitzgruppe in der Mitte. Das Polster des Mittelsitzes habe ich im Kleiderschrank verstaut und den runtergeklappten Tisch auf den hinteren Sitz gestellt. Dann noch ein simples 1,8 Meter langes Brett aus dem Baumarkt auf den Tisch gelegt und einen alten Bürostuhl seiner Armlehnen beraubt und davorgestellt. Fertig ist ein brauchbarer Arbeitsplatz für einen Menschen, der den allergrößten Teil seiner Arbeitszeit rumsitzend nur auf ein paar Bildschirme glotzt.
Mein Vorbesitzer hat in eine der Sitzbänke die Klimaanlage Saphir comfort RC von Truma einbauen lassen, die ich selbst jedoch noch nie in Betrieb genommen habe. Ausreichend Strom vorausgesetzt aber für die Region sicherlich in Zukunft einmal eine prima Sache. Man kann mit dem Teil laut Handbuch auch heizen, doch die original im Wohnwagen verbaute Trumatic SL 5002 arbeitet als Gasheizung deutlich effizienter. Wenn ich die Schiebetür zum Schlafbereich geschlossen halte, muss ich bei den spanischen Tiefstwerten von rund 5°C Außentemperatur den zehnstufigen Regler maximal auf 2 stellen, sonst wird es mir in dem Kasten zu warm.
Ich selbst habe dann noch eine Solar-Komplettanlage von Büttner Elektronik inklusive 700 Watt Sinus Wechselrichter und BatterySaver von NDS nachrüsten lassen, da ich den Wohnwagen, seitdem ich ihn besitze, ausnahmslos nur auf Plätzen ohne externe Stromversorgung betrieben habe. Ich bin damals extra zu einem Fachausstatter für Wohnmobile und Wohnwagen gegangen, statt mich selbst ans Basteln zu machen. Eine der unzähligen Erfahrungen im Leben, auf die ich hätte verzichten können. Nicht nur, dass der Einbau weit über ein Vierteljahr gedauert hat, die Einbauten wurden nach Bequemlichkeit des Handwerkers und nicht nach Nutzbarkeit durch den Anwender oder gar im Hinblick auf potentielle Nachrüstbarkeit vorgenommen. So muss ich beispielsweise jedes Mal das Sitzpolster abräumen und den Kasten aufklappen, um den Wechselrichter an- und auszuschalten. Selbiger zusammen mit der Batterie so unmöglich auf dem Boden festgeschraubt (und alle Verbindungskabel passend gekürzt) wurde, dass ein Nachrüsten einer zweiten Batterie unmöglich ist.
Alles in allem war der Spaß am Ende einfach nur extrem teuer, entsprach am Ende aber vorne und hinten nicht meinen Erwartungen. Man sollte halt eben doch mehr selbst machen.
Ansonsten ist der Wohnwagen mehr oder weniger im Originalzustand. Okay, ein Autoradio mit Kassettenfach (!) wurde irgendwann von irgendwem samt Lautsprecher verbaut. Außer dass die dafür ins Dach gebohrte Antenne im Jahr vor meiner Spanien-Reise für einen Wasserschaden sorgte, habe ich mich mit dem Teil nicht weiter auseinandergesetzt. Inzwischen habe ich es vom Strom abgeklemmt, weil ich das Kabel für einen Router zum dauerhaften Internet-Zugang nutzen wollte. Der Router liegt aber auch immer noch verpackt in der Ecke. Bekommt irgendwann in der Zukunft einen eigenen Bericht.
Ach ja, und eine Satellitenschüssel ist auf dem Dach verbaut mit Auskurbel-Baum im Kleiderschrank. Keine Ahnung, ob das original schon drin war oder nachgerüstet wurde. Ich besitze seit zwanzig Jahren keinen Fernseher mehr. Das ist so Krams, für den ich überhaupt keine Verwendung habe. Zeugs, mit dem man halt leben muss, wenn man Sachen gebraucht kauft. Einen Gebrauchtmarkt gibt es für solche alten Sachen nicht, Ausbauen und Weiterverkaufen ist also keine Option, daher lasse ich das Ding einfach als „Deko“ unangetastet.
Nun ist so eine Grundrisszeichnung in einem Verkaufsprospekt ja immer so eine Sache. Manch einer hat ausreichend Fantasie, um sich das Ganze auch räumlich vorzustellen. Vielen fehlt jedoch die Fähigkeit, die wahren Größenverhältnisse im Zusammenhang zu überblicken. Daher kommen hier ein paar Bilder vom Innenraum. Angefangen mit der Küche, dem hintersten Drittel des Wohnwagens.
Unter der für den Alltag ausreichend groß dimensionierten Arbeitsplatte (immer vorausgesetzt, man hält seine Jäger- und Sammler-Triebe unter Kontrolle und ausreichend Ordnung!) ist ein Kühlschrank aus einer Ära verbaut, in der Energie noch nichts kostete. Technisch lässt er sich auch mit Gas betreiben, statt denn nur mit Strom, aber in der Praxis macht es einfach wenig Sinn, gegen die Kraft der Sonne ankühlen zu wollen, wenn diese den Wohnwagen zum Brutkasten verwandelt. Daher dient mir der Kühlschrank einfach nur als konventioneller Vorratsschrank.
In einem der zahlreichen Unterschränke ist auch ein elektrischer Warmwasserboiler verbaut. Auch den hatte ich noch niemals in Betrieb, muss ich zugeben. Als Viel-Kaffee-und-Tee-Trinker ist der klassische gelbe Wasserkessel hier im Bild bei mir auf dem Gasherd mehrfach am Tag im Einsatz. Jedes Mal bleibt dabei ein größerer Schluck kochendes Wasser übrig, den ich in zwei eigens dafür vorgehaltene Thermoskannen schütte. So steht mir zum Spülen wie auch Zähneputzen eigentlich jederzeit ausreichend heißes Wasser zur Verfügung.
Stichwort „Wasser“. Die Wasserversorgung am Hahn erfolgt mittels automatisch aktiver Pumpe aus einem unter der Sitzbank verbauten 30-Liter-Tank. Warum man da beim Ausbau so knausrig war, werde ich nie verstehen. In meinem Wohnmobil früher war ein 120-Liter-Tank verbaut.
Aber so ist halt eben alle zwei bis drei Tage auch an meine Fitness gedacht, indem ich einen 20-Liter-Kanister, meine Leiter und ein Stück Schlauch aus der Höhle zum Wohnwagen schleppe. Einmal Ansaugen, der Höhenunterschied macht binnen weniger Minuten den Rest.
Wenn wir schon vom Wasser reden, ist die Nasszelle auch nicht weit. Direkt neben dem Herd befindet sich die Tür zur im typischen Wohnwagen-Flair aus Plastik-Komponenten zusammengefügt ein kleines Bad mit Thetford WC, Eckwaschbecken und reichlich Spiegeln. Da ich keine Chemie für die Fäkalien einsetzen und schon gar kein Wasser für diese Aktivität verschwenden möchte, bleibt der von außen entnehmbare Tank bei mir im Regelfalle trocken. Besucher dürfen hier ihr kleines Geschäft erledigen, wenn sie denn möchten, aber im Großen und Ganzen dient mir der Raum jetzt seit dem zweiten Campo-Aufenthalt mittels einem reingestellten Ständer nur als Kleiderkammer.
Zwischen der Küche und dem von mir als Arbeitsplatz genutzten Sitzbereich geht es nach draußen. Einer der mich im Laufe meines Lebens untersuchenden promovierten Weißkittelträger bezeichnete meinen Körperbau in einem Gutachten einmal als „adipös“. Dieses Wort begleitet mich seitdem wie ein böser Fluch und geht mir jedes Mal aufs Neue durch den Kopf, wenn ich mir in dieser viel zu klein geratenen Tür blaue Flecken einfange. Ein so großer Wohnwagen, aber man muss da ein Schlupfloch als Tür einbauen, gegen das die Schotts mancher U-Boote vermutlich wie Portale wirken.
Ich nehme an, diese Mikro-Öffnung war dem Versuch geschuldet, im Wohnwagen möglichst viel Platz für Einbauschränke zur Verfügung zu haben. Die man bei der vom Hersteller angegebenen Maximalbelegung mit vier Personen vielleicht auch braucht, für mich als Single jedoch völlig überdimensioniert sind. Wenn man zu viel Platz hat, lagert man nur zu viel Zeugs ein, das man ohnehin niemals mehr in die Hand nehmen wird. Würde ich mir einen Wohnwagen individuell gestalten können, hätte er auf jeden Fall eine größere, bequem zu durchlaufende Tür, in der man nicht immer links, rechts oder oben anrempelt.
Neben der Tür steht ein kleiner Haushaltsfeuerlöscher. Ein weiterer neben dem Gasherd. Man weiß ja nie. Und hinter der Gardine neben der Tür versteckt liegt ein Kfz-Verbandskasten griffbereit. Wie gesagt, man weiß ja nie. Ansonsten versuche ich, die Ablagen rund um die Tür möglichst leer zu halten. Kleine Snacks oder frisches Obst sind okay, wenn ich mir mal wieder beim unüberlegten Rausgehen die Rübe oben am Türrahmen anschlage und mich verdattert auf der Treppe nach draußen sitzend wiederfinde. Hatte ich schon erwähnt, dass die Tür zum Wohnwagen für meine Bedürfnisse zu klein ausgelegt wurde?
Wenn wir aber schon gerade von „zu klein“ sprechen, will ich in meiner Mecker-Orgie noch einen dranhängen. Wobei dieses Problem nur der Tatsache geschuldet ist, dass ich nicht mit der Kreissäge über den Wohnwagen herfallen möchte. Mein Behelfs-Schreibtisch steht auf dem hinteren Unterkasten der U-förmigen Sitzgruppe. Im aus meiner Sitzrichtung gesehen linken Kasten befindet sich die Batterie der Solaranlage, der Wechselrichter und der Wassertank. Im rechten Kasten befindet sich die Klimaanlage. Geradeaus ist eigentlich leerer Stauraum.
Es juckte mich schon mehrfach in den Fingern, zum Zugewinn von Beinfreiheit das Brett rauszusägen. Bis jetzt konnte ich mich aber noch zurückhalten. Vielleicht finde ich doch noch eine andere Verbesserung meiner Arbeitsumgebung, für die ich nicht Mobiliar im Wohnwagen zersägen muss. Das auf Dauer hin gesehen unbequeme Sitzen hat den Vorteil, das man öfter mal aufsteht und ein paar Schritte läuft. Soll, so habe ich es hörensagen, angeblich sogar gesünder sein.
Der Vollständigkeit halber hier der Arbeitsplatz nochmal aus der anderen Richtung fotografiert mit Blick auf das dahinterliegende, ständig einladend lockende Bett. Ein Grund mehr, die Schiebetür zwischen dem Nutzbereich des Wohnwagens und dem Schlafbereich möglichst konsequent geschlossen zu halten.
Der Trend geht zum dualen Arbeiten, manche können nicht genug kriegen.
Nein, ganz so schlimm ist es nicht, aber tatsächlich bringt es meine Arbeit mit sich, dass ich zeitweise bis zu drei Notebooks gleichzeitig nebeneinander in Betrieb haben muss. Was bietet sich bei einem zum Sitzen zu engen Fußbereich da mehr an, als einfach auch einen Steh-Arbeitsplatz einzurichten?
Das ginge alles durchaus auch ein bisschen professioneller, ich weiß. Aber ist es nicht eine uralte Weisheit des Menschen: nichts hält besser und länger, als ein funktionierendes Provisorium.
Damit dann aber endlich mal zurück zum Eingangs erwähnten Thema, meinen Gedanken über ein bequemer zu nutzendes Bad. Während ich im Sommer nur im T-Shirt und barfuß in den Schlappen durch die Gegend lief, kommen im Winter mehrere paar feste Schuhe und unterschiedliche Jacken zum Einsatz. Für die es schlichtweg in den beschriebenen, beengten Verhältnissen des Wohnwagens keinen vernünftigen Platz gibt. Außer man missbraucht das kleine Bad als Kleiderkammer, was bei regennassen Klamotten manchmal sogar von Vorteil sein kann. Doch jedes Mal, wenn man dann das Töpfchen nutzen will, muss man erst alles rausräumen und … ja, wohin damit? Auf die Küchenarbeitsplatte? Auf den Schreibtisch? Aufs Bett?
Nein, wie man es dreht und wendet, ich brauche ein anderes Bad. Irgendeinen Raum mit etwas mehr Platz, an dem ich auch mal meine Zahnbürste stehen lassen kann, statt alles ständig wegzuräumen. Mit all diesem Hintergedanken fing ich dann an, mir Gedanken über potentielle Lösungen zu machen.
Eine in meine Gedankengänge einzubeziehende „Nebensächlichkeit“ sind auch noch die Eigentumsverhältnisse rund um das Campo hier. Ich erwerbe 50 % der Gesamtfläche. Nur welcher Quadratmeter das genau ist, muss mit dem Miteigentümer erst noch geklärt werden. Der aktuelle Miteigentümer ist auf der Suche nach einem Käufer für seinen Anteil. Allerdings decken sich seine Vorstellungen des anzustrebenden Verkaufspreises nicht so ganz mit meinen Vorstellungen des Wertes der zweiten Grundstückshälfte. Um nicht gar zu sagen: Sollte er tatsächlich jemanden finden, der den von ihm angesetzten Preis zu zahlen gewillt ist, werde ich die Frage in den Raum werfen, ob der Kaufinteressent nicht die andere, sprich meine Hälfte auch noch dazu haben möchte. All das führt auf jeden Fall dazu, dass ich bis auf Weiteres sämtliche Einrichtungen auf dem Gelände komplett mobil halten möchte. Sei es, um in eine andere Ecke des Campos umzuziehen, oder um halt eben selbst das Grundstück zu räumen. Es handelt sich beim Altiplano im Norden Murcias um eine strukturschwache Ecke Spaniens. Wenn man die Hauptstraße entlangfährt, steht auf jedem dritten Grundstück ein Schild „se vende“. Und ich bin ziemlich sicher, dass auch einige Grundstücke zu verkaufen sind, obwohl kein Schild darauf hinweist. Sprich, so richtig weit bräuchte ich mein Equipment im Fall der Fälle mit Sicherheit nicht zu ziehen. Es muss halt eben nur bis dahin zwingend mobil sein, am besten Räder haben.
Was entsprechend auch für meine angedachte Sanitärzelle gilt. Klar, ich habe auch über eine rückbaubare Gartenhütte nachgedacht. Doch tatsächlich braucht man selbst für dergleichen in Spanien eine Baugenehmigung. Berichten zufolge dreht gelegentlich eine Drohne ihre Kreise über die Landschaft, um Schwarzbau-Sünder auszumachen. Für Gebäude, die vor Erlass des entsprechenden Gesetzes im August 2014 bereits standen, gilt Bestandsschutz. Alles, was nach diesem Zeitpunkt ohne vorheriges Genehmigungsverfahren erstellt wurde, muss rigoros wieder abgerissen werden. Da kennt die spanische Justiz selbst bei noch so viel Bitteln und Betteln keine Gnade, wie Bekannte von mir leidlich erfahren durften. Nein, Gebäude, egal welcher Art, kommen bis auf weiteres nicht in Frage. Das Objekt meines Bedarfs muss in irgendeiner Form mobil sein.
Nun ergab es sich, dass ich bei meiner Recherche rund um die Eröffnung eines Campingplatzes auf meinem Campo natürlich auch nach potentiell schon vorhandenen Mitbewerbern in der Region suchte. Und dabei auf einen Niederländer aufmerksam wurde, der kaum acht Kilometer von meinem Campo entfernt einen reinen Wohnmobilstellplatz betreibt. Oder ich muss genauer sagen: betrieb. Als ich eines Tages einfach mal bei dem Mann vorbeigefahren bin, teilte er mir mit, dass er das mit dem Stellplatz-Vermieten inzwischen schon wieder aufgegeben hat. Die meisten Touristen seien zwar absolut in Ordnung. Aber die einzelnen Ausnahmen zwischendurch nervten ihn dermaßen, dass er sich von dieser Geschäftsidee wieder distanziert hat. Zwischen Campern Streit schlichten, nachts aufstehen, um irgendwem einen Dosenöffner zu geben und zu erleben, wie seine Frau von manch einem Besucher unflätig angebaggert wurde, war den Aufwand nicht wert.
Ganz frech fragte ich den freundlichen Herren direkt, was er denn für seine beiden somit nicht mehr benötigten Nasszellen-Container haben möchte. Für richtig teuer Geld als Spezialanfertigung der gehobenen Klasse extra in Holland hergestellt und nach Spanien transportiert, bekam ich einen Preis von 4.000 € pro Stück genannt. Mit Fundament errichten und Lkw für den Transport organisieren also eine Gesamt-Investition von bis zu 10.000 € für mich. Um dann doch eine zwar theoretisch mobile, in der Praxis aber ziemlich ortsfeste Lösung zu haben, war es mir diesen Preis nicht wert.
Als ich das letzte Mal an dem Grundstück des Niederländers vorbei kam, waren die Container schon weg und am Eingangstor hing ein „Se Vende“-Schild. Er scheint also nicht nur den Gedanken an den Wohnmobilstellplatz aufgegeben zu haben, sondern komplett der Region den Rücken kehren zu wollen. Nun, ein Mitbewerber weniger.
Ich grübelte und recherchierte also weiter nach anderen Möglichkeiten, um mein Problem zu lösen. Und die treuen Leser des Newsletters hier wissen ja längst schon, wie meine Behelfs-Bad-Außenküche-Transportunterstützungs-Heimfahrtsverweigerungs-Lösung am Ende aussieht: ein in Vollpoly-Bauweise ausgeführter Pferdeanhänger von Westfalia.
Wie ich nach reichlich Suche im hohen Norden Deutschlands an den Anhänger gekommen bin und was ich da so alles reingestellt habe, ist aber eine lange Geschichte für einen eigenen Newsletter. Ich werde noch davon berichten, versprochen.
Einen Vorteil hatte das ausgelagerte Bad auf jeden Fall. Nach dem Aufstehen morgens einen Schritt aus dem Wohnwagen nach draußen machen und erst einmal die aufgehende Sonne begrüßen. Man glaubt gar nicht, wie viel Energie für den Tag sich aus solch einer stillen Minute am Morgen schöpfen lässt.
Aktuell beim Tippen dieser Zeilen verfüge ich über einen riesigen Schreibtisch mit unbegrenztem Fußraum und einem bequemen Bad mit unbegrenzt fließender Wasserversorgung, zu dem ich nicht erst unter freiem Himmel entlang wandeln muss. Zweitausend Kilometer von dem Aufnahmeort des Bildes entfernt.
Wo geht es einem Menschen besser? Wo fehlt ihm weniger? Vermutlich wird diese Frage jeder anders beantworten.
Endlich mit dem Campo-Konzept loslegen wollende Grüße
Euer Clark